Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine

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Inhalt: Bedeutung für die Infrastruktur

Wie alle anderen Verkehrssysteme hat sich der Schiffsverkehr über die Jahre technisch und verkehrswirtschaftlich weiterentwickelt. Die Entwicklung des Straßenverkehrs ist in der Öffentlichkeit jedoch wesentlich präsenter. Analog zum Straßenverkehr bedeutet der technische Fortschritt auch in der Binnenschifffahrt, dass die Ladungsträger immer größer werden und daher in Relation zu ihrer Kapazität immer effizienter. Heute gelten das Großmotorgüterschiff mit 110 Metern Länge, 11,45 Metern Breite und einer Abladetiefe von 2,8 Metern sowie der 180 Meter lange Schubverband als Standard auf den bundesdeutschen und europäischen Wasserstraßen. Ein einziges Großmotorgüterschiff kann so viel Ladung transportieren wie 100 Lkw's, ist dabei aber deutlich energieeffizienter und verursacht zudem die geringsten Unfall- sowie keinerlei Lärmschutzkosten.

In einigen Teilbereichen sind die bisherigen Kanalabmessungen für diese großen Schiffseinheiten jedoch nicht mehr ausreichend. Dies gilt insbesondere für die Südstrecke des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) zwischen Datteln und der Einmündung in den Mittellandkanal bei Bergeshövede. Für große Schiffe, die vom Rhein kommend die Stromgebiete von Weser, Elbe und Oder erreichen wollen oder in der Gegenrichtung fahren, bildet diese Strecke ein Nadelöhr. Sie können zwar die Ruhrgebietskanäle und den Mittellandkanal befahren, das wichtige Bindeglied DEK können sie aber nicht voll beladen oder im Begegnungsverkehr passieren.

Dem Kanalabschnitt auf der wichtigen West-Ost-Verbindung kommt eine besondere Bedeutung zu. Dies hat der 5. Reformbericht des Bundesverkehrsministeriums 2012 erneut bestätigt. Die DEK-Südstrecke ist wegen ihres hohen Transportaufkommens von mehr als 12 Mio. Tonnen Gütern pro Jahr Teil des Kernnetzes der Kategorie A, erfüllt aber nicht die längst gültigen modernen Standards. Das Ausbauprojekt DEK-Süd trägt der infrastrukturellen Bedeutung Rechnung und sorgt dafür, dass schon bald effiziente Schiffstypen ohne Einschränkungen von West nach Ost fahren können.

Ausbaustand                      Bundeswasserstrassenkarte