Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine

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Inhalt: Ausbau des DEK

Erst ein ausgebauter Dortmund-Ems-Kanal versetzt die Binnenschiffe in die Lage, dass deren positiven Wirkungen auf die Verkehrsadern auch zur Geltung kommen.

Das Binnenschiff besitzt Eigenschaften, die es zu einem bevorzugten Beförderungsmittel im Massengüterverkehr machen: Es ist großräumig, hat ein günstiges Verhältnis von Nutzlast zum Eigengewicht, erfordert wenig Personal und braucht wenig Energie für den Transport. Obwohl es sich im Verhältnis zu Bahn und LKW nur auf einem kleinen Verkehrsnetz bewegen kann, ist es ein bedeutender Transportträger, weil mit Binnenschiffen in der Bundesrepublik Deutschland die Mehrzahl der Großstädte und eine Vielzahl von Werken der Schwerindustrie angefahren werden können.

Die Binnenschifffahrt ist ein sicherer Verkehrsträger und ist daher besonders auch für Gefahrguttransporte geeignet.

 

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(Ausbau DEK Südstrecke)

Der Anteil der Binnenschifffahrt an den gesamten Fernverkehrsleistungen der binnenländischen Verkehrsträger (Binnenschifffahrt, Eisenbahnen, Straßengüterfernverkehr) in der Bundesrepublik Deutschland liegt bei rd. 20%. Von der gesamten Beförderungsmenge im Binnenschiffsgüterverkehr entfallen rd. 70% auf Massengüter wie Baustoffe, Erze, Schrott, Mineralöl, Kohle, Düngemittel, Getreide, Eisen- und Stahlhalbzeug sowie Holz.

Für den Containerverkehr und Ro-Ro-Verkehr gewinnt die Binnenschifffahrt zunehmend an Bedeutung.

Der Gütertransport insgesamt hat in den zurückliegenden Jahren in Deutschland sowohl im nationalen als auch im grenzüberschreitenden Verkehr beträchtlich zugenommen.

Hierbei ist der Güterverkehr auf der Straße überproportional gewachsen, während die Transportmenge bei der Binnenschifffahrt nur leicht gestiegen ist.

Dies kann aus Umweltsicht nicht befriedigen. Die spezifischen Schadstoffemissionen sowie der spezifische Energieverbrauch sind beim Binnenschifftransport geringer als beim Bahngütertransport, gegenüber dem Straßentransport sogar um das Mehrfache niedriger.

 

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(DEK Einheben der Beverner-Brücke)

 

Im Bundesverkehrswegeplan ist eine erhebliche Zunahme der Güterverkehrsleistung für die Binnenschifffahrt ausgewiesen. Da die Binnenschifffahrt im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern noch über erhebliche Kapazitätsreserven verfügt, kann sie zur umweltfreundlichen Bewältigung des wachsenden Güterverkehrs entscheidend beitragen. Untersuchungen des Bundesverkehrsministeriums weisen ein erhebliches Verlagerungspotential auf das Binnenschiff aus.

Es ist daher alles zu tun, damit das Schiff mehr Güter befördert und die Straße im Interesse der Umwelt entlastet wird. Voraussetzung dafür ist, dass Politik und Wirtschaft gleichermaßen dieses Ziel verfolgen und zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern eine enge Kooperation erfolgen. Wichtigste Bindeglieder sind Güterverkehrszentren zur Verbesserung kombinierter Verkehre zwischen Binnenwasserstraßen, Schienen und Straßen.

 

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Zukunft

Die Binnenschifffahrt kann nicht isoliert gesehen werden, mehr denn je ist sie Teil eines integrierten nationalen und europäischen Verkehrs. Die Politik wird die Rahmenbedingungen schaffen, damit sich die Binnenschifffahrt als leistungsfähiger und zuverlässiger Logistikpartner auf dem Verkehrsmarkt einbringen kann. 

Innerhalb der EU ist der gemeinsame (freie) Verkehrsmarkt auch in der Binnenschifffahrt vollendet. Nunmehr ist der Weg für eine freie Betätigung der Binnenschifffahrtsunternehmen der EU-Mitgliedsstaaten innerhalb der Gemeinschaftsgebiete frei. Diese Entwicklung ist eine logische Konsequenz aus den europäischen Integrationsbemühungen und der Globalisierung der Märkte.

Zur Zeit wird daher ein Transeuropäisches Verkehrsnetz (TEN) aufgebaut, welches die Hauptverkehrswege in Europa festlegt, um den Güterverkehr möglichst sozial- und umweltverträglich durchzuführen. Die Einbeziehung der Binnenwasserstraßen und –häfen wird der Binnenschifffahrt weitere Wachstumsimpulse geben. Diese europäische Entwicklung ist auch zukünftig durch eine zielgerichtete nationale, Infrastrukturpolitik nachhaltig zu unterstützen. Dies geschieht z.Zt. auch durch den weiteren Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals.

 

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