Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine

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Inhalt: Funktion des DEK

 

Der Dortmund-Ems-Kanal verbindet das östliche Ruhrgebiet mit dem Seehafen Emden.

Die technischen Anpassungsmaßnahmen im 20. Jahrhundert im Zuge der gestiegenen Anforderungen an den, vor allem für Massengüter hervorragenden Verkehrsweg, Dortmund-Ems-Kanal bedeuten eine hohe Herausforderung an den Ingenieur, da notwendige bauliche Veränderungen immer unter Aufrechterhaltung des Verkehrsweges erfolgen und damit besonders schwierig sind. Neben dem heute größten Kanalhafen Europas, dem Hafen Dortmund, wurden entlang des Dortmund-Ems-Kanals neben dem städtischen Hafen Münster weitere 44 kleinere Umschlagsanlagen mit staatlicher Förderung eingerichtet. So besaß nahezu jede an den Kanal grenzende Gemeinde ihren eigenen Hafen. Damit war ein dichtes Netz für Umschlagmöglichkeiten am Dortmund-Ems-Kanal gegeben, die die regionale wirtschaftliche Entwicklung begünstigte.

Über die Funktion als Verkehrsträger hinaus, hat der Dortmund-Ems-Kanal noch weitere Funktionen.

Es ist vor allem die Versorgung der Region mit Gebrauchs- und Verbrauchswasser für industrielle Prozesse zu nennen. Der Dortmund-Ems-Kanal dient auch der Trinkwasserversorgung für die in der Nähe des Kanals lebende Bevölkerung, indem das Wasser über die Versickerung zu den Brunnen der Wasserwerke geführt wird.

Nicht unerwähnt ist der Freizeitwert am und im Dortmund-Ems-Kanal. Wandern, Radfahren, Schwimmen, Angeln, Sportbootfahren und Naherholung sind bedeutende Aktivitäten der Bevölkerung.

Für die regionale und überregionale Entwicklung am Dortmund-Ems-Kanal ist die Verkehrsfunktion – wie vor 100 Jahren – von herausragender Bedeutung, um die verkehrlichen Zukunftsaufgaben zu lösen.

Heute befindet sich der Dortmund-Ems-Kanal daher wieder im Ausbau. Eine weitere Bedeutung für den Dortmund-Ems-Kanal ist hinzugekommen. Es geht jetzt darum, ihn zumindest in seiner südlichen Teilstrecke Dortmund bis zur Abzweigung des Mittellandkanals bei Bergeshövede als Teile der sog. West-Ost-Magistrate (Verbindung Rhein-Ems-Weser-Elbe und weiter nach Berlin) für die modernen Europäischen Verkehrsbedingungen, d.h. für das Großmotorgüterschiff (Abmessung: 110 m x 11,40 m x 2,80 m, Tragfähigkeit: 2.100 t) und für Schubverbände (Abmessung: 184 m x 11,40 m x 2,80 m, Tragfähigkeit: 3.500 t) auszubauen.

Damit kann die Wasserstraße Dortmund-Ems-Kanal helfen, das für die nächsten Jahre in Deutschland prognostizierte, hohe Wachstum des gesamten Transportvolumens zu bewältigen. Das System Schiff / Wasserstraße / Häfen kann Verkehrsengpässe auf der Straße und Bahn entscheidend entlasten, da die Binnenschifffahrt – im Gegensatz zu den übrigen Verkehrsträgern – noch über freie Kapazitäten verfügt.

 

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(DEK Schleuse Münster)

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(DEK/Mittellandkanal bei Bergeshövede)